Kurzreview: Witcher 2

Kurz vor Weihnachten habe ich mir bei GoodOldGames 11 Spiele für 23 Euro gekauft. Darunter auch Witcher 2 – Enhanced Edition. Meine Meinung in aller Kürze: langweilig. Total langweilig. Absolut beschissen langweilig. Darüber vermag auch nicht die zugegebenermaßen hübsche Grafik hinweg zu täuschen. Das Spiel ist dermaßen öde dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Nachdem ich gefühlte 15 Stunden ständig zwischen dem Dorf Flotsam und dem angrenzenden Moor hin und her gelatscht bin, hatte ich einfach keinen Bock mehr. Dazu diese furchtbar eingeengte Welt, die nach über 300 Spielstunden Skyrim wie ein Gefängnis wirkt. Für mich die Enttäuschung des letzten Jahres. Das war so doof, dass ich lieber nochmal Stacking angefangen habe, denn das ist wesentlich unterhaltsamer.

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8 Gedanken zu „Kurzreview: Witcher 2

  1. Tja, TW2 hat eine Hauptfigur und eine Story. Mehr nicht. (Ach ja, eine scharfe rothaarige Magierin ist auch noch dabei.) Da spielt man, weil man eine Geschichte erzählt bekommt.
    Skyrim hat eine Welt, aber sonst nichts. Da spielt man, weil man sich nicht auf irgend was konzentrieren will, sondern einfach Urlaub von der Realität will.
    Ist beides legitim. Aber halt grundverschiedene Ansätze.

    1. Das sehe ich anders. Skyrim erzählt hunderte Geschichten. Manche größer, manche kleiner. Da muss man sich eben die Zeit nehmen, die Geschichten zu erkennen. Fast jeder NPC hat seine eigenen Probleme und Sorgen, die ganzen Bücher erzählen ihre eigenen Geschichten und jede größere und kleinere Questline hat ihre eigenen Stories zu erzählen.

      Witcher2 besteht aus lauter aneinander gereihten Cutscenes mit ein bisschen Alibispiel zwischendurch, das auch noch total selbstwiederholend ist. Nachdem ich die immer gleichen Viecher an immer den gleichen Stellen plattgemacht hatte, habe ich mich langsam angefangen zu fragen, was der Scheiß eigentlich soll.

      Versteh mich nicht falsch: ich habe Witcher 1 GELIEBT. Damals hatten die Charaktere wirklich noch was zu erzählen. Damals hatten die Entscheidungen, die man traf, wirklich noch EINFLUSS auf das Geschehen. Hast du in Witcher 2 spaßeshalber mal versucht, eine Quest auf unterschiedliche Arten zu lösen? Glatte Verarschung! Am Ende kommt nämlich fast immer dasselbe bei rum. Toll. Außerdem habe ich vor lauter Cutscenes einfach irgendwann die Lust am Spielen verloren, vor allem, weil die Spielmechanik dermaßen hakelig und wirr ist. Okay, eine scharfe rothaarige Zauberin. Bitte, wer’s braucht. Das macht für mich noch keinen Sommer. Die ganze Sexistenkacke in Witcher ging mir schon in Teil 1 gehörig auf den Senkel, da ist Teil 2 nicht besser geworden. Kein Wunder, bei der Vorlage. Ich habe neulich mal in ein Witcher-Hörbuch reingehört… au weia ey. Scheint für pubertierende Nerds geschrieben worden zu sein, die noch nie mit einer echten Frau zu tun hatten. Das ist echt nicht meine Welt…

      1. Stimmt ja auch. Mir hat Witcher 1 auch besser gefallen, gebe ich zu. Und Skyrim – da hätte ich das „nur eine Welt“ vielleicht in Ironiezeichen setzen sollen. Die Welt ist halt so voll, dass die eigentliche Story irgendwann egal ist und man lieber nach einem Mod sucht, bei dem man sich in Blackreach häuslich einrichten kann, in vollem Dwemerstil…
        Witcher 2 hat hier und da seine Momente, den 2. Akt fand ich teilweise gelungen. Leider waren Akt 1 und 3 schlecht. Eine schön gemalte Welt, aber zugegebenermaßen einfach zu wenig zu tun und sehr im Stil eines Grafikadventures inszeniert, mit dem ganzen „geh dahin – mach das – Cutscene mit den Folgen“. Rollenspiel ist es nicht. Dafür sind die Grenzen tatsächlich zu eng.

        1. LOL@ „bei dem man sich in Blackreach häuslich einrichten kann, in vollem Dwemerstil…!“ Jep, d’accord.

          so true :) im Moment spiele ich das mit „Skyrim Unbound“. Ich bin KEIN Dragonborn mehr, ich habe KEINE AHNUNG von Shouts und Word Walls, ich lasse die komplette Mainquestline einfach weg. Keine stressigen Drachen mehr. Hach :) einziger Nachteil: nach Blackreach kommt man nur, wenn man sich einmal in einen der Lifte reincheatet, denn Blackreach ist Teil der Mainquest.

  2. Ich bin dieses Wochenende TW2 auf der Xbox 360 angefangen, nachdem ich es monatelang unberührt im Regal stehen hatte. Im Moment bin ich auch in Flotsam und weiß selbst nach ca. 15 Stunden noch immer nicht was ich von dem Spiel halten soll. Die Story scheint gar nicht so schlecht zu sein, aber manchmal komme ich nicht so ganz hinterher. Liegt vielleicht auch daran, das ich Teil 1 nicht gespielt habe. Und dieses eingeengte Gefühl ist meiner Meinung gar nicht so wild. Es gibt immer noch einiges zu entdecken, auch wenn mir ein Skyrim natürlich viel besser gefällt. Naja… mal abwarten.

  3. Hier gibt es gerade die ersten 15min aus dem Hexer 3
    http://www.rockpapershotgun.com/2015/04/07/the-witcher-3-opening-video/#more-280459

    Sieht geil aus.
    Aber: Wenn ich überlege welche Skyrim-Mods ich alleine Samstag-Nacht probiert habe,und wie sehr die alle die Skyrim-Immersion steigern… bin ich skeptisch ob der neue Hexer da – trotz neuer Engine u. Optik – mithalten kann.
    Ich spiele einen kiffenden Elben, der mit einem Follower, einem weißen Fuchs unterwegs ist; und – bei Bedarf – einige weitere Tiere des Waldes beschwören kann. Ich kann „Kraut“ da anbauen, wo ich stehe. Ich habe eine Zeitmod, die mir sagt wann die Ernte (nee, nicht nur Kiffzeug^^) bereit ist. Mein Baumhaus hat a) einen „selbst gebauten“ Campingplatz und mein Beet liegt unten am Wasser. Das Boot ziehe ich heute aus Weißlauf rüber, so kann ich dann auch dort vom Boot aus angeln. Ich habe 5 Stunden gespielt, ohne EINE Vanilla-Quest zu machen. Und es würde immer so weiter gehen…. Das erwähnte kommt alles aus Mods. Wenn ich will, kann ich dann ja auch noch „Skyrim spielen“…. Meint: Diese Freiheit,…dieses „Mein Spiel“-Gefühl… das ist die Messlatte. Und die hängt. Hoch.

    Hexer 3? Ich bin gespannt.

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